German 500 - 2003

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Am 11. Mai 2003 kommt es auf dem EuroSpeedway Lausitz zum wohl emotionalsten Moment in der Geschichte des internationalen Motorsports.

Alex Zanardi fährt die letzten 13 Runden eines Rennens, bei dem er eineinhalb Jahre zuvor beinahe sein Leben gelassen hätte. Die Zeiten, die Zanardi in das Oval brennt, hätten im Qualifying für den fünften Startplatz gereicht. Zanardis letzte 29 Kilometer im Indycar werden zum Triumphzug. Auf den Tribünen erheben sich über 70.000 Fans von ihren Plätzen. Der Jubel der Massen übertönt fast das Röhren des 750-PS Motors, den Zanardi mit der Hand kuppelt und mit seiner Beinprothese bremst.

Außerdem treffen wir einen Jungen aus Le Mans, der zu Beginn des Jahres in die Champcar Serie eingestiegen ist. Beim ersten und zweiten Rennen der Saison startet Sebastien Bourdais von der Pole Position und stellt damit Nigel Mansells Rekord aus dem Jahr 1993 ein. Bereits den vierten Lauf in Brands Hatch kann Bourdais gewinnen. Auf dem EuroSpeedway liefert sich Bourdais ein hochdramatisches Finish mit Mario Dominguez und Michel Jourdain jun. Bourdais erringt mit 8/100 Sekunden Vorsprung seinen zweiten Champcar-Sieg und legt in der Lausitz den Grundstein seiner beeindruckenden Karriere, die ihn mit vier Titeln zum Champcar-König der Neuzeit werden läßt.